Juliana Keppler

Freie Journalistin

Cembalo-Einweihung in der Johanniskirche

Mannheim-Lindenhof: Perlende Klänge eines Cembalos erfüllen die halb gefüllte Johanniskirche. Miklos Spanyi, Dozent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim spielt die Fantasie c-moll. Sie wird Johann Sebastian Bach zugeschrieben. Pfarrerin Susanne Komorowski eröffnet den Gottesdienst mit Cembalo-Einweihung mit einem modernen Psalm von Gottfried Paschel: „Ich bin gerne auf der Welt, weil ich das Feuer bewundere… .“ Sie richtet die Frage an die Gemeinde: „Warum sind Sie gerne auf der Welt? Von welchem Glücksgefühl träumen Sie?“
Der Gottesdienst dreht sich um das Thema Glück. Man könne sich für das Glück öffnen oder gegen das Glück sperren, so Komorowski. Glück könne man nicht erzwingen, es sei nicht herstellbar. Es sei ein Geschenk von Gott. Oft komme es aber im Leben zur Gleichzeitigkeit von Glück und Unglück. Das sei auch in der Gemeindearbeit „das täglich Brot“. Trauerfälle und Hochzeiten gingen nebeneinander her. Aber Christen könnten mit dem Wechsel von Glück und Unglück umgehen.
Dabei bezieht sie sich auf das neunte Kapitel des Buches der Prediger in der Bibel.

Das Cembalo stammt aus dem Nachlass von Dr. Egbert Müller. Er verstarb im Mai 2012. Seine Schwester, Irene Müller, schenkt das Cembalo der Johannisgmeinde, um der Gemeinde eine Freude zu machen. Egbert Müller war ein großer Cembalo-Liebhaber. Er baute seine Cembali aus Bausätzen selber zusammen.
Das Cembalo wurde restauriert, bevor es im Gottesdienst zum Einsatz kam. Die finanziellen Mittel dafür stammen aus zwei Flohmärkten der Johannisgemeinde. Leichte Risse wurden abgedichtet und neue Saiten eingesetzt. Ein Cembalo ist ein Tasteninstrument, bei dem auf Tastendruck hin Saiten mit Federkielen angezupft werden.
Es handelt sich um ein Cembalo mit nur einem Manual. Es ist ein Nachbau nach einem deutschen Vorbild aus der Werkstatt Ducernet in Paris. Das Cembalo hat zwei Register in Acht-Fuß-Lage.
Miklos Spanyi spielt noch einige weitere Werke von Johann Sebastian Bach, unter anderem die Suite f-moll und Fatasie und Fughette D-Dur.
Nach dem Kirchenlied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“ bekommt Irene Müller unter dem Applaus der Gemeinde von der Pfarrerin einen Blumenstrauß überreicht. Ihr Bruder hätte sich über das schöne Spiel von Herrn Spanyi gefreut, ließ sie Komorowski wissen. Kep


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