Juliana Keppler

Freie Journalistin

Buchrezension: Heute bin ich blond. Das Mädchen mit den neun Perücken

 

Von Sophie van der Stap

Sophie van der Stap führt das ganz normale Leben einer Einundzwanzigjährigen. Sie geht zur Uni, studiert Politologie, kauft Klamotten und quatscht mit Anabel, ihrer besten Freundin. Wegen diffuser Beschwerden wandert sie im Winter 2005 von Arzt zu Arzt. Man kann nichts feststellen bis man Ihre Lunge röngt. Da sieht man es: Krebs: Ein besonders aggressiver, seltener, der eigentlich nur bei Kindern vorkommt. Sophie ist wie erstarrt, geschockt, erkennt sich selbst nicht wieder. Gleichzeitig packt sie die Angst vor dem Tod, als sie erfährt, dass ihre Prognose nicht gut ist. Bald beginnt der Horrer der Chemotherapie. Aber sie tankt auch Kraft durch den Rückhalt ihrer Freunde und ihrer Familie. Die Gespräche mit anderen Betroffenen sagen ihr: Du bist nicht allein! Sie nimmt sich erst wieder als sie selber wahr, als sie sich neun Perücken kauft und sich wechselweise verschiedene Identitäten zulegt.

Van der Stap schreibt aus eigener Erfahrung in der Ich-Form. Auch wenn sie schwere Stunden schildert, hat ihre Sprache eine beachtliche Leichtigkeit. Ein Buch über Kampf gegen Krebs und die Freude am Leben,.  Sophie van der Stap schreibt umgangssprachlich, geradeheraus und schnörkellos. Die sensible junge Frau hat viel Fantasie. Das merkt man besonders, wenn sie ihre Vorstellungen über Ärzte und Krankenhäuser schildert. Diese Schilderungen machen das Buch besonders lesenswert.

 


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