Juliana Keppler

Freie Journalistin

Porträt: Armine Nersesyan

Vernissage Armine Nersesyan

Ich treffe Armine Nersesyan im Cafébereich der Katholischen Hochschulegemeinde in der Leopoldstraße in München. Die Begrüßung ist herzlich.

Armine Nersesyan bekommt strahlende Augen, wenn sie über Modedesign und Kunst spricht. Ihre ganze Gestalt fängt an zu leuchten. Sie strahlt von innen heraus. Das Leuchten wird durch ihr Kleid noch verstärkt. Die junge Frau trägt ein korallenrotes Kleid. Sie hat es selber entworfen und genäht.

Die aus Tiflis in Georgien stammende 28jährige hat in Eriwan/Armenien Modedesign studiert.  „Modedesign war in mir angelegt“, erzählt sie. Bereits als Kind umwickelte sich sich mit Stoffbahnen, stellte eigene Kleidungsstücke her. Da lag ihre berufliche Orientierung auf der Hand. Nach dem Mode-Studium arbeitete sie einige Monate in einem Modeatelier in der armenischen Hauptstadt. Aber Armine reichte das Leben in einem kleinen Land wie Armenien nicht. Sie wollte etwas von der Welt sehen, hatte den Traum ins Ausland zu gehen. 2008 kam sie als Au-Pair nach Deutschland. Danach entschied sie sich für ein Kunst- und Multimedia-Studium an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Das Studium beinhaltet Kunst inklusive Computer-Kunst. Beides kommt ihren Interessen entgegen. Sie interessiert sich für Kunst und „alles, was mit dem Computer zusammenhängt.“ Momentan ist die Kunststudentin im letzten Semester ihres Bachelorstudiums, das sie im Sommer abschließen wird.

Die Studentin zeigt ihre Bilder in einer Ausstellung in der Katholischen Hochschulgemeinde in der Leopoldstr. 11. Sie enstanden während des Studiums in Eriwan. Armine Nersesyan zeigt überwiegend Menschen. Die Bilder sind in Blau-, Rot- und Gelbtönen gehalten und haben eine warme Atmosphäre. Nersesyan verwendete verschiedene Materialien: Kohle, Gouache, Bleistift, Buntstifte, Aquarell, Pastell auf großformatigem Papier. Auf verschiedenste Art und Weise hat sie immer wieder ihre Schwester dargestellt, aber auch Freunde von der armenischen Universität. Mit starken Strichen hat sie sie festgehalten. Dabei wählte sie eine eher schematisierende Darstellungsform.

Auch Kleidung hat ihren Weg in die Schau gefunden. Die vier Kleider in Schwarz und Gold entstanden in Deutschland. Alle zeichnet ein klassischer Schnitt aus. Der Betrachter sieht halblange Ärmel, knielange Röcke, einen gekrausten Kragen und einen schwarzen Gürtel um ein goldfarbenes Kleid.  Nersesyan freut sich sehr, dass ich einen Blogbeitrag über sie und ihre Bilder schreibe. Sie strahlt noch immer, als ich mich verabschiede.


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